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Institut
für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten
(FES)
ein Institut des Trägervereins IAT/FES e.V. des DOSB |
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Das
heutige Institut für Forschung und Entwicklung
von Sportgeräten (FES)
wurde im April 1962
in der ehemaligen DDR als Entwicklungsabteilung
für Sportgeräte der Forschungsstelle der
DHfK (Deutsche Hochschule für
Körperkultur und Sport) durch das damalige
Staatliche Komitee für Körperkultur und
Sport gegründet.
Ziel
war, für die Leistungssportler der DDR
individuell angepasste
Sportgeräte für Training und Wettkampf
von internationalem
Niveau zu entwickeln, da die
Industrie zu dem Zeitpunkt nicht in der
Lage war, solche Sportgeräte herzustellen.
Schon damals wurde erkannt, dass es dabei
nicht nur um die Entwicklung und Herstellung
von Sportgeräten ging, sondern die systematische
Betrachtung des Systems Mensch und Material
für die Entwicklung von herausragender
Bedeutung war.
In den Jahren 1962-1965 begannen die Entwicklungsarbeiten
in den Sportarten Rudern,
Kanu
und Segeln.
Am 01.03.1965
wurde dann die Forschungs-
und Entwicklungsstelle für Sportgeräte
in Berlin-Schöneweide gegründet. Erste
bemerkenswerte internationale technologische
Erfolge bei den im FES entwickelten Sportgeräten
waren die Substitution von Holz durch
glasfaserverstärkte Kunststoffe und die
Einführung der Sandwichwabentechnologie
als Leichtbauweise in den Sportarten Rudern,
Kanu und Segeln.
In den Jahren 1968-1972
begann im FES die Entwicklung von Einsitzer-
und Doppelsitzer-Schlitten.
In Sapporo ging 1972 erstmals die Rodel-Nationalmannschaft
der DDR mit kompletten Wettkampfgeräten
aus dem FES erfolgreich an den Start.
In etwa zum gleichen Zeitpunkt, wurde
neben der Sportgeräteentwicklung die heute
noch zweite tragende Säule, die damalige
Mess- und Rechentechnik
ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieser Mess-
und Informationstechnologie wurden erstmalig
Ruderboote als komplette Messboote ausgerüstet.
Im Segeln wurden Messboote in den olympischen
Bootsklassen Finn-Dinghy, Flying Dutchmann
und später 470er entwickelt. Ein weiteres
Highlight in der Messtechnik war der Segelprüfstand
in Rabenstein.
Das FES experimentierte in den siebziger
Jahren auch in Sportarten wie Tennis,
Skilanglauf und Leichtathletik und war
federführend in der Anwendung von Elastomeren
bei der Herstellung von Judomatten.
Ebenfalls 1970 begann man im FES mit den
ersten Entwicklungsarbeiten für den Radsport,
in Kooperation mit dem damaligen Kombinat
Textimaforschung Malimo im heutigen Chemnitz.
Mit dem zunehmenden Einsatz von faserverstärkten
Kunststoffen im Radsport wurden die Entwicklungsarbeiten
ab 1984 im Hause FES durch das erste selbsttragende
Scheibenlaufrad und ab 1987 mit der Entwicklung
des ersten carbonfaserverstärkten Fahrradrahmens
eigenständig durchgeführt.
1988
wurde die bahnbrechende Entwicklung des
Instituts FES durch die olympische
Goldmedaille
im 100 km Mannschaftszeitfahren Straße
gekrönt.
Die damalige, noch bestehende Forschungs-
und Entwicklungsstelle für Sportgeräte
hatte 1988 insgesamt 5 Betriebsstätten,
in denen zusammen 180 Mitarbeiter angestellt
waren. Durch Initiative des Deutschen
Sportbundes, des NOK für Deutschland und
des Bundesministerium des Innern wurde
das FES nach Artikel 39 Abs. 2, Satz 3
des Einigungsvertrages zwischen beiden
deutschen Staaten als erhaltenswürdig
eingestuft und somit war die Grundlage
für die Übernahme des FES in die Bundesrepublik
Deutschland rechtlich geklärt. Damit konnte
die ingenieurwissenschaftliche, praxisorientierte
und sportartspezifische Entwicklungsarbeit
in den angeführten Sportarten erfolgreich
weiter geführt werden.
Nach der Wiedervereinigung erfolgte die
gesamte Umstrukturierung und Reorganisation
des FES, die letztendlich unter federführender
Mitwirkung des DSB, des NOK und des Bundesministerium
des Innern sowie der Spitzensportverbände
zur Gründung
des Trägervereins
des Instituts FES
führte und im Mai 1992
formal abgeschlossen war.
Danach arbeiten bis heute
50 Mitarbeiter im Institut, von denen
25 Mitarbeiter als Ingenieure und Techniker
tätig sind, 20 hochqualifizierte Mitarbeiter
in den Forschungswerkstätten
eingesetzt sind und 5 Mitarbeiter im inner-
und außerbetrieblichen Management agieren.
Aufgrund der hervorragenden Arbeit des
Instituts FES begannen 1992
die Entwicklungsaufgaben in der Sportart
Bob
mit der Entwicklung eines eigenständigen
FES-2er-Bobsystems und daran anschließend
mit der Entwicklung des FES-4er-Bobsystems.
Ab 1996
erfolgte die Entwicklung von Carbongewehrschäften
für die Schützen
in der Disziplin ‚Laufende Scheibe‘ und
ab dem Jahr 1997
beschäftigte sich das FES zusätzlich zu
den in der Entwicklung befindlichen Technologien
mit der Sportart Eisschnelllauf.
Ab 2001
entwickelt das Institut FES auch in der
Sportart Skeleton
Wettkampfgeräte und Kufen.
Ab 01.01.1997
fusionierten
die beiden Trägervereine
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| Gefördert
durch das Bundesministerium des Innern |
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